Die Medienkulturwissenschaft bietet durch ihren interdisziplinären Ansatz ein breites Spektrum an möglichen Arbeitsfeldern – vom Online-Journalismus bis zum Verlags- oder Kulturwesen. Diese Vielfalt ist für euch Studierende vielversprechend, kann aber auch schnell überfordernd werden. Egal, in welcher Phase des Studiums ihr euch gerade befindet, die Frage „Was man damit denn später mal macht“ ist euch mit Sicherheit allen schon mehr als einmal begegnet. Um Unsicherheiten wie diese aufzufangen, findet im Rahmen des MKW-Mentorings die regelmäßige Gesprächsreihe „Let’s Talk Jobs“ statt. Dafür laden wir einzelne Absolvent*innen des Fachs zu uns ein, die bereits im Berufsleben angekommen sind. Diese stellen sich und ihren Werdegang kurz vor, um sich dann auf Augenhöhe euren Fragen zu widmen. So soll einerseits an konkreten Beispielen aufgezeigt werden, wie viele verschiedene Richtungen nach dem Studium eingeschlagen werden können, andererseits sollen die Wege dorthin beleuchtet werden.

Weiter unten findet ihr Infos zur nächsten Let’s Talk Jobs Veranstaltung sowie Berichte der vergangenen Job-Talks inklusive kurzen Interviews mit unseren Gästen.

SOMMERSEMESTER 2020

Im Sommersemester haben zwei spannende JOB-TALKs stattgefunden! Alle Infos, Berichte und Interviews findet ihr hier…

Wir freuen uns auf unsere nächsten Gäste im Wintersemester 2020/2021!

WER SCHON DA WAR…

Let’s Talk Jobs mit

Luca Kriener

PR-Verantwortlicher bei Radlabor in Freiburg

Let’s Talk Jobs mit

Philipp Reichenbach

Leitung der efeuAkademie an der Hochschule Karlsruhe

Let’s Talk Jobs mit

Michel Peters

Mitarbeiter bei spielplanvier, einer Eventmarketing-Agentur

Let’s Talk Jobs mit

Doreen Peßler

Einblicke in die medienpädagogische Arbeit der Landesmedienzentrale Stuttgart

Let’s Talk Jobs mit

Maximilian Haberer

Einblicke in die akademische Laufbahn eines Nachwuchswissenschaftlers

Let’s Talk Jobs mit

Julia Nestlen

Journalistin beim SWR

Let’s Talk Jobs mit

Liam Kreutschmann

Fester Berater bei der Berliner PR-Agentur Mashup Communications

LET’S TALK JOBS mit 

Luca Kriener

Am Montag, den 27. Juli 2020, war Luca Kriener bei unserem siebten JOB-TALK zu Gast!

 

Luca Kriener arbeitet als PR-Verantwortlicher bei Radlabor. Er hat 2019, nach seinem Bachelor in MKW, auch den Master in MKF absolviert und war für zwei Jahre Hilfskraft am Institut für Medienkulturwissenschaft. Inzwischen arbeitet er bei Radlabor, einem Freiburger Unternehmen, dass sich auf optimierte Radeinstellung und -auswahl spezialisiert hat. Wie er seinen Lebensweg dorthin gestalten hat und welche Tipps er für Studierende hat, könnt ihr im folgenden Interview lesen. Viel Spaß!

Das Interview mit Luca Kriener findet ihr hier:

Interview Let’s Talk Job mit Luca Kriener

 

LET’S TALK JOBS mit 

Philipp Reichenbach

Am Montag, den 25. Mai 2020, durften wir Philipp Reichenbach beim sechsten Job-Talk begrüßen – diesmal per Zoom! 

 

Philipp Reichenbach hat in Freiburg im Bachelor Medienkulturwissenschaft und im Master Medienkulturforschung mit dem Nebenfach Bildungswissenschaften und -management studiert. Vor seinem Studium hat er als Veranstaltungskaufmann gearbeitet. Seit einem Jahr ist er für die Hochschule Karlsruhe tätig und baut als Leitung der efeuAkademie die Wissenskommunikation des EU-Leuchtturmprojekts efeuCampus strukturell auf. Er fungiert als Schnittstelle zwischen internen Projektmitgliedern und der Öffentlichkeit, Fachjournalisten und der Politik. Themen wie Energie, Mobilität und Umwelttechnik spielen in seinem (Arbeits-)alltag eine wichtige Rolle. 

 

Den Bericht zur Veranstaltung mit vielen Zitaten und Tipps findet ihr hier:

Bericht Let’s Talk Job mit Philipp Reichenbach

 

Das schriftliche Interview mit Philipp Reichenbach findet ihr hier:

Interview Let’s Talk Job mit Philipp Reichenbach

LET’S TALK JOBS mit 

Michel Peters

Am Montag, den 09.12. war Michel Peters, ein MKW-Absolvent der allerersten Stunde, zu Gast bei Let’s Talk Jobs.

Michel begann sein Studium im Jahr 2010 und schloss 2014 mit dem B.A. ab. Da Michel sich zunächst dagegen entschied, ein Master-Studium anzuschließen, begann für ihn dann eine intensive Bewerbungsphase. Sein bevorzugtes Arbeitsfeld war dabei das Marketing. So entschied er sich, bei der Agentur spielplanvier einzusteigen, die sich auf Eventmarketing spezialisiert hat. Bis heute arbeitet Michel bei dem kleinen Freiburger Unternehmen – und ist als Projektleiter mittlerweile in die Führungsriege von spielplanvier aufgestiegen.

 

Michels Hauptaufgabe dort ist die Konzeptionierung, Planung und Durchführung von großangelegten Events für Unternehmen. Beispielhafte Veranstaltungen sind etwa Firmenfeiern von mittelständischen Unternehmen aus der Region, aber auch größere Projekte wie mehrtätige Schulungsveranstaltungen stehen auf dem Programm. Außerdem unterstützt spielplanvier gelegentlich größere Marketing-Agenturen bei sehr umfangreichen Projekten als eine Art „Sparrings-Partner“.  Als Projektleiter ist Michel aber in alle Bereiche des Unternehmens involviert und kümmert sich teilweise auch um Personalangelegenheiten und die Buchhaltung. Thematisch überschneiden sich diese Tätigkeiten kaum mit dem MKW-Studium, und Michel gibt auch zu, dass er die Hard-Skills, die er in seinem Arbeitsalltag benötigt, eher aus seinem Nebenfach BWL mitgenommen hat. Aus seinem Hauptfach hat Michel dann vor allem die erlernten Soft-Skills der Selbstorganisation und des eigenständigen Arbeitens beibehalten. 

 

Dennoch war MKW für ihn ein lohnenswertes Studium. Seine grundsätzliche Ansicht ist es nämlich, bei der Wahl des Studienganges in erster Linie das eigene Interesse zu priorisieren. Von dem ständigen Gedanken, was man mit den Studieninhalten später im Berufsleben einmal anfangen könne, sollte man sich dagegen eher lösen. Ein Grund hierfür sei auch die Flexibilität des gegenwärtigen Arbeitsmarktes, wo es nichts Ungewöhnliches wäre, sich nach wenigen Jahren beruflich neu zu orientieren. 

So sind auch die fünf Jahre, die Michel nun schon bei spielplanvier verbracht hat, eine eher ungewöhnlich lange Zeit für die Arbeit in einer Agentur. Der Job dort bringe nämlich extreme Arbeitsspitzen mit sich, in den intensivsten Phasen einzelner Projekte kann es schon einmal zu Arbeitszeiten von über hundert Stunden pro Woche kommen. Das Risiko für Arbeitnehmer*Innen, dabei nach einiger Zeit auszubrennen, sei dementsprechend hoch. Für eine kleine Agentur wie spielplanvier, wo das Fortbestehen des Unternehmens teilweise an einzelnen Aufträgen hängen kann, gelte das noch einmal in besonderem Maße. Aber natürlich fand Michel auch genügend lobende Worte für seine Arbeit: Das Umfeld bei spielplanvier sei ein sehr familiäres, und durch die Größe der Agentur fühle man sich als Arbeitnehmer auch nicht einfach nur wie ein kleines Rädchen in einem System, das auch ohne eigenes Zutun weiter bestehen würde. Außerdem genießt Michel die kreative Freiheit und die intensive Recherchearbeit, die ihm das Planen und Organisieren  von größeren Veranstaltungen bietet.

 

Abschließend hatte Michel noch einige allgemeinere Tipps für die anwesenden Studierenden parat:

Für junge Arbeitnehmer*innen sei es im Arbeitsalltag und ganz besonders bei Gehaltsverhandlungen wichtig, mit Selbstvertrauen auftreten und sich niemals unter dem Wert verkaufen, den man als Bachelorabsolvent*in zweifellos hat. Während des Studiums sollte man zudem nicht an der Frage verzweifeln, ob man das, was man gerade macht, irgendwann später noch einmal gebrauchen könnte und stattdessen den eigenen thematischen Interessen folgen.

 

Und zum Schluss gab es dann noch den für Let’s Talk Jobs schon beinahe obligatorischen Hinweis, dass auch bei spielplanvier studentische Praktikant*innen gerne gesehen sind.     

LET’S TALK JOBS mit

Doreen Peßler

Gegen Ende des Sommersemesters konnten wir am 10. Juli noch eine „Let’s Talk Jobs“ Veranstaltung durchführen. Zu Gast war Doreen Peßler – zwar nicht physisch, aber per Skype Interview. 

Doreen, die 2018 ihren Bachelor-Abschluss der Medienkulturwissenschaft in Freiburg gemacht hat, arbeitet nämlich beim Landesmedienzentrum in Stuttgart und ist dort als Projektassistentin im Referat für schulische und außerschulische Medienbildung tätig. Ihre Aufgabe ist die Abwicklung von Aufträgen. Deshalb bezeichnet sich Doreen selbst als Schnittstelle zwischen dem Landesmedienzentrum, wo verschiedene medienpädagogische Programme entwickelt werden, und den regionalen Kreismedienzentren in Baden-Württemberg sowie den dort meist freiberuflich angestellten Medienreferent*Innen, die die Programme durchführen. Der Schwerpunkt dieser Programme ist der Jugendmedienschutz an Schulen, aber auch die Fortbildung in Sachen Medienkompetenz für Lehrkräfte, Eltern und Senioren. 

Doreen ist selbst nicht als Referentin tätig – hierfür wäre ein Studienabschluss im pädagogischen Bereich oder eine spezielle Zusatzfortbildung nötig. Als Projektassistentin hat sie dennoch tiefgehende Einblicke in alle angebotenen Programme.

 

Dabei hatte Doreen während ihres Studiums zunächst geplant, in die Filmproduktion einzusteigen, wie sie uns berichtete. Ihre Studieninhalte hatte sie auch dementsprechend ausgerichtet. Nach einem Praktikum bei einer Produktionsfirma in Ludwigsburg erkannte sie aber schnell, dass die Filmbranche mit ihrer fehlenden Jobsicherheit durch die dauerhafte Arbeit auf freiberuflicher Basis doch nicht das Richtige für sie ist. Für ihre jetzige Tätigkeit im öffentlichen Dienst fand Doreen dagegen lobende Worte. Obwohl ihre Stelle dort zunächst auf zwei Jahre befristet ist, ist ihre Situation komfortabel und sicher. Zudem nennt sie die Aufstiegschancen sowie den vielen Urlaub als Vorteile der Arbeit im öffentlichen Dienst. So kann Doreen sich auch vorstellen, nach dem Ende der Befristung weiter im LMZ zu arbeiten, auch wenn sie es nicht ausschließen möchte, später ein Master-Studium anzuschließen. Obwohl die meisten MKW-Studierenden eine solche Tätigkeit im Landesmedienzentrum wohl eher nicht als potentielle berufliche Tätigkeit auf dem Schirm haben, profitiert Doreen in ihrem Arbeitsalltag doch von ihrem Studium der Medienkulturwissenschaft. Das habe ihr nach eigener Aussage einen besonderen Zugang zu Medien geliefert, mit dem sie sich in ihrem eher pädagogisch geprägten Arbeitsumfeld abheben könne. Neben diesen Kenntnissen im Medienbereich war für sie im Bewerbungsgespräch aber vor allem die Bereitschaft wichtig, sich selbstständig einzuarbeiten und weiterzubilden. 

 

 

Abgesehen von dem Tipp, sich auf Praktika beim Landesmedienzentrum zu bewerben – zusätzlich zu den wenigen ausgeschriebenen Stellen seien auch Initiativbewerbungen immer gern gesehen – hatte Doreen am Ende des Gesprächs noch weitere Ratschläge für die anwesenden Studierenden parat. Diese fielen bei ihr sehr ermutigend aus: Von der Regelstudienzeit sollte man sich bestenfalls nicht unter Druck setzen lassen und für die anstehende Berufswahl sei größere Lebenserfahrung erst einmal eine positive Sache. Zuletzt wollte Doreen mit dem Mythos aufräumen, für MKW-Studierende gäbe es kaum passende Stellen. Der öffentliche Dienst halte enorm viele ungeahnte Stellen bereit, außerdem besitze jedes größere Unternehmen mittlerweile eine Social-Media Abteilung, wo MKW-Studierende mit ihrem besonderen Blick auf Medien punkten könnten.

LET’S TALK JOBS mit 

Maximilian Haberer

Am 3. Juni ging die Alumni-Gesprächsreihe Let’s Talk Jobs in die dritte Runde. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Einblicke in die akademische Laufbahn eines Nachwuchswissenschaftlers“. Zu Gast war nämlich Maximilian Haberer, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf arbeitet und dort gegenwärtig promoviert.

Während seines Bachelor-Studiums der MKW in Freiburg war sich auch Maximilian noch unsicher bezüglich seiner Berufswahl. Die Leidenschaft für seine Fachrichtung hatte er aber dennoch entdeckt, weswegen er nach seinem Abschluss 2014 ein Masterstudium am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft in Düsseldorf anschloss – der Masterstudiengang Medienkulturforschung wurde zu diesem Zeitpunkt in Freiburg noch nicht angeboten. Von dort kam Maximilian eher spontan zu seiner jetzigen Arbeit: Noch während er an seiner Masterarbeit schrieb, kam ein Angebot seiner Betreuerin, anschließend zu promovieren und als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten.

Dieses Angebot kam aber natürlich nicht von ungefähr. Im Gespräch betonte Maximilian die Wichtigkeit seiner Stellen als Studentische Hilfskraft sowohl in Freiburg als auch in Düsseldorf, die ihm einen Einstieg in die akademische Welt ermöglichten und durch die er wichtige Kontakte knüpfen konnte.

Als es dann um seinen Arbeitsalltag ging, musste Max zunächst mit der Vorstellung aufräumen, dass sich der akademische Bereich im Vergleich zu den bei MKW-Studierenden sehr beliebten medienpraktischen Berufen durch eine höhere Jobsicherheit auszeichne. Hierbei sollte nämlich das Wissenschaftszeitarbeitsgesetz beachtet werden, das befristete Arbeitsverträge und einen gewissen Zeitdruck beim Anfertigen von Dissertationen und Habilitationen mit sich bringt. Dass Maximilian als Doktorand überhaupt eine Vollzeitstelle hat, ist da schon ungewöhnlich.  

Dennoch sieht Maximilian seine Arbeit positiv. Sie ermöglicht ihm, die während des Studiums entwickelte Leidenschaft für die Medienkulturwissenschaft mit eigenen Schwerpunkten fortzuführen, und so dem persönlichen Forschungsinteresse nachzugehen.Besonders hebt Maximilian außerdem das Lehren an der Universität und den so entstehenden Kontakt zu Studierenden hervor. Dass das Dozieren Maximilian liegt merkte man im Gespräch auch. In kurzen Exkursen zur Geschichte der Medienkulturwissenschaft und zum eigenen Forschungsgebiet – den Sound-Studies – war er komplett in seinem Element.  

Trotzdem standen natürlich auch bei Maximilian die Tipps für die anwesenden Studierenden im Mittelpunkt. Besonders am Herzen lag ihm beispielsweise auch der Hinweis auf Stipendien. Sein Tipp hier: Einfach bewerben. Im geisteswissenschaftlichen Bereich stünden die Chancen vergleichsweise gut, an Stipendien zu kommen. Er selbst war während des Masters Stipendiat bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Außerdem ermöglichte eine Teilnahme am Fulbright-Programm es ihm, für ein Jahr an der Pennsylvania State University zu studieren und das Universitätssystem der Vereinigten Staaten kennenzulernen.

 

 

 

Wie immer haben wir auch Maximilian im Vorfeld des Gesprächs ein paar Fragen gestellt:

1. Könntest du deinen aktuellen Job kurz beschreiben? 

Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Meine Tätigkeiten bestehen aus der Lehre (zwei Seminare pro Semester), aus administrativen Aufgaben (derzeit: Erasmuskoordination) und aus der Forschung, wobei ich hier vor allem an meiner Doktorarbeit arbeite.


2. Wie bist du zu diesem gekommen?

Ich wurde gegen Ende meiner Masterarbeit von meiner Betreuerin angesprochen, ob ich Interesse hätte am Institut zu promovieren und als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig zu werden.


3. Was waren deine Berufsziele, als du angefangen hast MKW zu studieren? Wie haben diese sich im Laufe deines Studiums verändert?

Am Anfang meines Bachelors hatte ich tatsächlich keine festen Berufsziele. Ausgewählt hatte ich das Studium mit der groben Perspektive im Bereich Medienmanagement oder Kulturarbeit tätig zu werden. Im Verlauf des Studium habe ich aber die Liebe zur Medienkulturwissenschaft gefunden und auch über Tätigkeiten als Hilfskraft den Wunsch entwickelt, hier meine berufliche Heimat zu suchen.


4. Inwiefern profitierst du in deinem Arbeitsalltag davon, etwas wie MKW studiert zu haben? Kannst du das dort Gelernte in deinem Arbeitsumfeld praktisch anwenden?

Ich profitiere ungemein von meinem Bachelorstudium der MKW. Wir waren ein sehr guter Jahrgang und hatten äußerst engagierte Dozierende, die mich auf meinem Weg zur Wissenschaft stets unterstützt haben. Aber auch inhaltlich hilft mir mein Studium in Freiburg noch heute weiter und ich greife immer wieder darauf zurück.


5. Warum ist genau dein Beruf das Richtige für MKW-AbsolventInnen?

All die Theorien und Themen, die einem schon während des Studiums begegneten und (hoffentlich) begeistert haben, spielen in der Promotion und in der Lehre eine wichtige Rolle.


6. Was kannst du Studierenden, die sich bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes noch sehr unsicher sind, ganz allgemein mit auf dem Weg geben?

Bemüht euch um Jobs als studentische Hilfskraft, seid in euren Seminaren engagiert und bewerbt euch um Stipendien. Als Hilfskraft erhält man erste Blicke hinter die Fassade und lernt die Strukturen der Universität besser kennen. Außerdem knüpft man wichtige Kontakte. Stipendien halten euch finanziell den Rücken frei, sodass ihr euch vollständig auf das Studium und eure Forschung konzentrieren könnt.

LET’S TALK JOBS mit 

Julia Nestlen

Am 23.01. fand die zweite Ausgabe von Let’s Talk Jobs statt. Zu Gast war Julia Nestlen, die nach ihrem Master-Abschluss der Medienkulturforschung in Freiburg seit kurzem ein einjähriges Volontariat beim SWR absolviert. 

Bevor Julia aber im Detail von ihrer aktuellen Arbeit berichtete, ging es zunächst vor allem um die praktischen Erfahrungen, die sie neben ihrem Studium gesammelt hat.  Das waren sehr viele, die Julia übersichtlich zusammengefasst hat: Verschiedene Praktika, unter anderem bei der Werbeagentur UKW-Freiburg und bei Arte, Nebenjobs beim Studierendenwerk Freiburg und als selbstständige Sprecherin, die Tätigkeit als Tutorin bei Uni FM und eine Hospitanz beim SWR, ihrem späteren Arbeitgeber. Im Dialog hat uns Julia zu all diesen Stationen etwas erzählt und auch praktische Tipps gegeben, wie man da rein starten kann. Gerade diese Verschiedenartigkeit nicht nur an Arbeitsbereichen sondern auch an Berufsfacetten sei es dabei gewesen, die Julia geholfen hatten, sich beruflich auf den Bereich Journalismus festzulegen.

Bei dieser Vielzahl an Stellen, die Julia alle als wichtig für ihren jetzigen Weg beschrieb, konnte man sich als Zuhörer schnell etwas erschlagen fühlen: Gerade wenn man selbst in einem niedrigerem Semester ist, und die ersten Praktika überhaupt erst noch anstehen. 

Für Julia hatten diese einen extrem hohen Stellenwert, und waren letztendlich auch der ausschlaggebende Grund für sie, nach dem Bachelor Abschluss 2014 in Freiburg zu bleiben und ihren Master zu machen: Zu diesem Zeitpunkt war sie sich nämlich noch nicht sicher, in welche berufliche Richtung sie nach dem Studium genau gehen wollte. Der Master Studiengang Medienkulturforschung in Freiburg bot ihr so auch die Möglichkeit, weiterhin Erfahrungen in einem Umfeld zu sammeln, das sie kannte.

 

Sie rät Studierenden, sich viel zu bewerben (zum Beispiel für Praktika), auch ins „Unbequeme“ zu gehen und bei allem, was man tut, Persönlichkeit zu haben.

LET’S TALK JOBS mit 

Liam Kreutschmann

Der allererste „Job-Talk“ fand am Abend des 28.11. statt. Zu Gast war Liam Kreutschmann, der im letzten Jahr seinen Bachelor-Abschluss in MKW gemacht hat, und nach Praktika und einem Traineeship inzwischen als fester Berater bei der Berliner PR-Agentur Mashup Communications arbeitet. Da der Weg von Berlin nach Freiburg nicht der kürzeste ist und Liam deswegen nicht persönlich vorbeikommen konnte, sind wir zur Realisierung des Gesprächs auf eine Videokonferenz via Skype ausgewichen.  

Trotz des etwas abgelegenen Raums, in dem die Veranstaltung stattfand, der distanzierten Gesprächssituation einer Skype-Konferenz und der doch eher geringen Anzahl an Studierenden, die gekommen sind, ist ein sehr angenehmes und erhellendes Gespräch mit Liam entstanden. In gemütlicher Atmosphäre bei weihnachtlichem Gebäck haben Studierende aus allen Phasen ihres Studiums, von Erstis bis zu höheren Master-Semestern, Liam knapp eine Stunde lang zu seinem Job bei Mashup Communications ausgefragt.

Neben dem Inhalt seiner Arbeit ging es dabei thematisch um so unterschiedliche Aspekte wie dem Innenleben der Berliner Agenturszene, den Eigenheiten des PR-Storytellings, und auch darum, inwiefern das MKW-Studium Liam in seinem Arbeitsalltag weiterhilft.

 

Wenn es auch in sehr kleiner Runde stattfand, war das Gespräch in jedem Fall ein gelungener Start in die neue Veranstaltungsreihe „Let’s Talk Jobs“, die es ab sofort mindestens zweimal pro Semester geben wird.

 

 

Wir haben Liam im Nachhinein noch ein paar zusätzliche Fragen zu sich und seiner Arbeit gestellt, um die Ergebnisse des Gesprächs auch für diejenigen festzuhalten, die am 28.11. nicht dabei sein konnten:

1. Könntest du deinen aktuellen Job kurz beschreiben?

Ich bin Berater für PR- und Brand Storytelling bei Mashup Communications in Berlin. Mein Job ist es, Unternehmen einerseits dabei zu unterstützen, ihre persönlichen Geschichten zu finden, andererseits diese einer größeren Öffentlichkeit zu erzählen. Wir helfen sozusagen Unternehmen dabei, mit der Macht der Geschichten ihr Publikum in den Bann zu ziehen.


2. Wie bist du zu diesem gekommen?

Bereits während meines Studiums habe ich mich auf den Bereich Marketing konzentriert. Nicht nur meine Kurse im Ergänzungs- und BOK-Bereich habe ich in diese Richtung gewählt, sondern auch mein Auslandsjahr dahingehend ausgerichtet. Hier kam ich zum ersten Mal mit Unternehmenskommunikation und Brand Storytelling in Kontakt. Dies hat mich so begeistert, dass ich explizit nach Storytelling-Agenturen gesucht habe – und letztendlich auf Mashup Communications gestoßen bin. Sehr von Vorteil hat sich mein Praktikum beim SWR erwiesen, da ich hier viele Erkenntnisse über die Arbeit von Journalisten sammeln konnte.


3. Was waren deine Berufsziele, als du angefangen hast MKW zu studieren? Wie haben diese sich im Laufe deines Studiums verändert?

Die Startup-Szene hat mich schon länger begeistert – auch das Thema Marketing hatte ich schon vor meinem Studium auf dem Schirm. Im Studium haben sich meine Ziele dahingehend verändert, dass ich es immer mehr ins Auge gefasst habe, auch kreativ tätig sein zu können.


4. Inwiefern profitierst du in deinem Arbeitsalltag davon, etwas wie MKW studiert zu haben? Kannst du das dort Gelernte in deinem Arbeitsumfeld praktisch anwenden?

Ein Punkt, von dem MKW-Studierende aus Freiburg langfristig profitieren, sind sicherlich die Praxiskurse. Es ist für meinen und vermutlich viele andere Jobs ein großer Vorteil, auch erste Vorerfahrungen im Drehen von Filmen, Einsprechen von Radiobeiträgen oder Verfassen von journalistischen Texten zu haben. Das Gelernte konnte ich auch in der Praxis schon mehrmals anwenden, etwa als es darum ging, Filme oder Fotos für die Social Media-Kanäle unserer Kunden zu produzieren.


5. Warum ist genau dein Beruf das richtige für MKW-AbsolventInnen?

Während des Studiums habe ich gemerkt, dass sich viele Kommilitoninnen und Kommilitonen eine praktische Perspektive wünschen. Die theoretische Erforschung der Medien mag spannend sein, doch für viele ist es die interessantere Perspektive, aktiv die Medienwelt zu prägen – sei es mit spannenden Stories oder neuen Erzählformaten. Unternehmenskommunikation und Storytelling prägen somit den Untersuchungsgegenstand, den man im Studium tiefgehend theoretisch bearbeitet hat. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen und viele Formate auszuprobieren. Neben Textarbeit spielen auch Social-Media, Events oder Influencer eine wichtige Rolle – die große Bandbreite aus Möglichkeiten ist vielleicht das größte Argument für eine berufliche Laufbahn in der PR.


6. Was kannst du Studierenden, die sich bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes noch sehr unsicher sind, ganz allgemein mit auf dem Weg geben?

Findet eure Nische und bildet euch dort z.B. im Rahmen des Ergänzungsbereiches fort. Wenn die Unklarheit größer ist, hilft es vor allem, z.B. in Praktika in verschiedene Bereiche hinein zu schnuppern. Auch ich habe mit meinem Kurzausflug in den SWR erstmal die journalistische Seite ausprobiert, ehe ich mich dazu entschieden habe, mich an die andere Seite der Telefonhörer der Redakteure zu begeben.

NOCH FRAGEN?

Schreibt gerne eine E-Mail an:

Lizanne Burkardt, die das Mentoring-Programm als studentische Hilfskraft koordiniert, kümmert sich um euer Anliegen.

Weitere Kontakte findet ihr hier…